|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Wanderung im
Rothaargebirge
am 15. Mai 2005
Die Juni-Wanderung dieses Jahres führte die
Naturfreunde ins Rothaargebirge.
Knapp fünfzig Wanderfreunde machten sich in der Frühe per Bus auf den Weg, um
das von Wanderwart Helmut Bopp ausgesuchte Wandergebiet am Rothaarsteig anzusteuern. Im östlichen Teil des Siegerlandes, an der
Rhein-Weser Wasserscheide, war im Quellgebiet von Lahn, Sieg und Eder eine recht
abwechslungsreiche Tour zu erwarten.
Ausgangspunkt der Wanderung war der kleine Weiler Lahnhof, in dessen unmittelbarer Nähe auch schon bald die Lahnquelle erreicht
wurde, deren Ursprung sich in einem kleinen Teich versteckt hält. Etliche der Teilnehmer schauten dem im Wiesengrund und Wald verschwindenden
Rinnsal etwas versonnen nach, hatte sie dieses Gewässer doch schon auf dem
Lahn-Radwanderweg in etwas anderen Dimensionen bis zur Rheinmündung
bei Koblenz begleitet.
Bei wider Erwarten recht schönem Wetter kam man später, waldeinwärts wandernd,
nach ein paar Kilometern zur Siegquelle, deren Lauf sich nach Nordwesten hin
ebenfalls dem Rhein zuwendet. Nachdem die Gruppe hier ein wenig verweilt hatte, kam
dann der schon in den Wetternachrichten vorausgesagte Regen. Die immer
mitgeführten Schirme, Regenumhänge oder Friesennerze wurden aufgeklappt bzw.
übergezogen und weiter gings. Solche Wetter können Wanderer aber nicht schrecken,
heißt es doch einfach: "Wanderwetter ist immer"! Da nun jeder
mehr oder wenig mit sich und den Wegverhältnissen beschäftigt war, erreichte die
Gruppe weit auseinander gezogen im nun "finsteren Tann" den Quellbereich der
Eder, die sich ihren Weg nach Osten gebahnt hat und im August als Edersee Ziel der diesjährigen Vergnügungsfahrt ist. Auch dieses Gewässer
verschwand "unspektakulär" im Waldgestrüpp, um aber später um so schöner in einem
wildromantischen Wiesental am Waldrand wieder aufzutauchen. Das Flüßchen
begleitete nun die Wanderer bis zum Zielort Lützel, wobei man den Eindruck
gewinnen konnte, daß es angesichts der unzählig engen Windungen dieses
wunderschöne Gebiet nur widerwillig verlassen wolle.
Im Abschlußlokal, bei gefüllten Tellern und Gläsern, war der Regen schnell vergessen und
es
herrschte - bei den Wanderern wie auch draußen-
wieder eitel
Sonnenschein.
Vereinsboß Karl Winkelmann hatte im Abschlußresümee für diesen Wandertag eine Note
"zwei plus" hochgerechnet, wobei er alle möglichen Fakten einschließlich
Regen zur Bewertung
herangezogen hatte. In der Tat: Bei durchweg schönem Wetter wäre für dieses
Wandergebiet eine "eins Plus" herausgekommen.
Die Teilnehmer danken den Wanderführern Helmut Bopp und Hans Best trotz einiger
wetterbedingter Widrigkeiten für einen erlebnisreichen Wandertag.
Als nächste Aktivität ist am Sonntag, den 12. Juni d.J., eine Radtour nach Mainz
angesagt. Hier ist u.a. ein Besuch des Schifffahrtmuseums vorgesehen. Abfahrt am
Parkplatz Friedhof um 9 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen.