Wanderung um Grasellenbach
am04. Dezember 2006

 Die vorletzte Wandertour des ausklingenden Jahres führte die Naturfreunde zu einer winterlichen Wanderung in den sagenumwobenen Nibelungenwald bei Grasellenbach.

Ausgehend von der Nibelungenhalle -wie sollte diese auch anders genannt sein?- zogen
die etwa vierzig Teilnehmer bei zunächst durchwachsenem Wetter im romantischen Gaßbachgrund Richtung Norden, wo auch schon bald das weithin für seine "Lecker-Torten" bekannte Cafe Bauer am Waldrand auftauchte. Angesichts des noch frühen Tages war hier aber  nichts mit ".... aber bitte mit Sahne...". Da solcherlei Lustgedanken abgestraft werden müssen, gab es dafür später in der Nähe der Wegscheide unter freiem Himmel zum Frühstück "Lecker"-Hasenbrot, aufgebessert mit ein paar von Rosi Coutu gestifteten "Lecker Weihnachtsplätzchen."
Bei nun aufkommendem Nieselregen ging es dann, vorbei an Hildegeres- und Hirschbrunnen, am Schmerbach entlang in südliche Richtung bis zum Sägewerk "Sowieso".
Ab hier galt es nun, in großem Bogen laufend, den Siegfriedbrunnen zu erreichen. Geht doch die Mär, dass an diesem Orte Hagen dem Nibelungenschatz-Räuber Siegfried mit einem Dolchstich in den verletzlichen Rücken den Garaus machte. Etliche der Teilnehmer machten später dann doch einen Umweg um diesen Ort, hatten sie doch gehört, dass Hagen -oder zumindest sein Geist- hier noch sein Unwesen triebe. Nur die Mutigsten der Mutigen machten sich auf den Weg, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Natürlich war von besagtem Hagen weit und breit nichts zu sehen. Also stellte man sich, befreit von allen Ängsten, zu einem fröhlichen Gruppenfoto. Aber, wie aus heiterem Himmel, stand plötzlich eine Gestalt mit bloßem Oberkörper und einem Schwert in der Hand  neben ihnen. Auf die ängstlichen Fragen der Büttelborner, den eigenen Tod schon vor Augen sehend, bekannte der Typ in nibelungisch/odenwäld- ischem Sprachgemisch aber, daß er nicht Hagen, sondern der Geist bzw. ein Nachfahre von Siegfried sei, wobei er noch etwas von Krimhild o.ä. vor sich hin murmelte. Zum Dank, daß er Ihnen nicht das Haupthaar rasierte, nahm man ihn kurzerhand mit aufs Gruppenfoto. (s. Foto rechts) Nochmal Glück gehabt. Später, in der Abschlußgaststätte "Zum Hagen", trafen sich alle Wanderer wohlbehalten wieder.Die Begegnung mit dem Nibelungentyp wollten die anderen natürlich nicht glauben.Erst, als sie auf der Digitalkamera das Foto sahen, mußten sie alles zugestehen.
Eine schöne und vor allem erlebnisreiche Wanderung war es trotzdem.
Die für diese Tour verantwortlichen Wanderwarte Erika Hoffmann und Wilfried Jockel hatten ihre Sache gut gemacht, sollten aber trotzdem aufgrund des obig geschilderten Vorfalls künftig bei der Auswahl der Wandergebiete sorgfältiger recherchieren.