Wanderung um Ingelheim
am
10.12.2006
Eine recht vielfältige Wanderung genossen die Naturfreunde am Sonntag, den
10. Dezember dieses Jahres. Angesetzt für diesen sonnigen Tag war eine Tour in
der geschichtsträchtigen Gegend um Ingelheim in Rheinhessen.
Wieder waren der Ankündigung weit über fünfzig Wanderfreunde gefolgt, um mit
Neugier den festgelegten Kurs aufzunehmen. Start der Wanderung war am Südende
des Ortsteils Ober-Ingelheim. Zunächst einmal ging es ein wenig bergan, als
auch
schon wenig später am westlichen Ortsrand die von alten Wehrmauern umgebene
Burgkirche, die als die am besten erhaltene Wehrkirche des südwestlichen Deutschlands
gilt, auftauchte. Dann ging es schon hinein in die Weinberge, wo der
allseits bekannte und wohlschmeckende "Rote Ingelheimer" im wahrsten
Sinne des Wortes seine Wurzeln hat. Anschließend, den herrlichen Ausblick in
den sonnigen Rheingau, mit
Weinorten wie Assmannshausen, Rüdesheim oder
Oestrich-Winkel mit dem Taunus im Hintergrund genießend, wanderte man in großem
Bogen durch weitläufige Obstbaumanlagen hinunter nach Ingelheim. Schon bald in
der Ortsmitte waren die Überreste der alten Kaiserpfalz erkennbar, die ihre
Blütezeit unter Karl dem Großen bis hinein ins 13./14. Jahrhundert hatte. Im
dortigen Museum mit angeschlossenem Besucherzentrum konnten die Naturfreunde
anhand ausgestellter Exponate und Schautafeln
einen recht plastischen Eindruck
über die damalige Zeit und das Leben in um die Kaiserpfalz gewinnen. Besonders eindrucksvoll war der späte Fund
einer Münze Karls des Großen dargestellt. Selbst die Autorin Donna Cross des Bestsellers
"Die Päpstin" hat sich hier in und um Ingelheim zu ihrem
Werk inspirieren lassen.
Am Rheinzufluss Selz entlang kam man später hinunter an den Rhein.
Bemerkenswert am Weg dorthin war der Anblick eines in üppiger Blüte
stehenden Kirschbaums,
den wohl die allzu lauen Lüfte etwas zu früh aus
dem sicher erst vor kurzem begonnenen Winterschlaf
geholt hatten. (wovon manch Wanderer
nur träumt!?
) Weiter ging es in "Mainzer Richtung" in den mit Erlen
und Pappeln bewaldeten Rheinauen bis zum Ausflugslokal Heidenfahrt, wo die
Wanderung ihr Ende fand.
Einen schönen Rahmen zum dortigen Wanderabschluss bot in der aufkommenden
Dämmerung der Blick auf die im gegenüberliegenden Erbach weihnachtlich
erstrahlende, im gotischen Stil erbaute evangelische Kirche.
Für „diesen Blick“ und die interessante und schöne Wanderung danken die
Teilnehmer den Wanderwarten Helmut Bopp und Hans Best.
Die Jahresabschlusswanderung ist am Freitag, den 29.12.2006 im Ried.
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