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Radwandertour von Prag nach Dresden
vom 14.bis 21.. Mai 2006
Büttelborner Naturfreunde
zur Audienz bei August dem Starken
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Geschichte und Gegenwart zu erkunden. Natürlich viel zu kurz, um die
historische, kulturelle und architektonische Vielfalt Prags näher kennenlernen
zu können. Deshalb beschränkten wir uns in erster Linie auf den historischen
Stadtkern: von der Prager Burg über die Karlsbrücke, Altstädter Rathaus,
Pulverturm zum Altstädter Markt und weiter bis zum Wenzelsplatz. In harmonisch
abgestimmten Pastelltönen erhielten hier die restaurierten Fassaden der
gotischen, barocken, Renaissance- und Rokokobauten ihr historisches Aussehen
wieder. Hervorragend unterstützt wurden wir bei der Reise durch die Tschechei
von unserem Reiseführer Jaroslav, der sich in den kommenden 5 Tagen alle Mühe gab,
uns seine Heimat, Land und Leute, Geschichte und Kultur näher zu bringen.
Am
16.5. schwangen wir uns in den Außenbezirken von Prag erwartungsfroh auf die
Räder, um mit der sportlichen Seite unserer Tour zu beginnen. Der bewölkte
Himmel zeigte aber bereits
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beim Start, dass wir in den kommenden Tagen kein
"Zuckerwetter" zu erwarten hatten. Auf recht guten Uferwegen radelten
wir entlang der hier landschaftlich sehr schönen Moldau, um dann gegen die
Mittagszeit, den Uferweg verlassend, Kurs in das hüglige Binnenland zu nehmen.
Nach einem anspruchsvollen Tag erreichten wir das schmucke Städtchen Melnik am
Zusammenfluss vom Moldau und Elbe. Schon von weitem sahen wir das oberhalb der
steilen Weinhänge gelegene Wahrzeichen der Stadt Melnik, das Schloss der
böhmischen Fürstinnen. Abends waren im historischem Ambiente einer barocken
Schlossweinstube bei einer zünftigen Weinvesper alle Strapazen vergessen.
Am
nächsten Morgen ging es, abseits der Elbe, durch die Weinberge hinauf auf eine
Hochebene mit fruchtbaren Ackerland und Obstanlagen, später durch eine
waldreiches Tal, vorbei an bizarren Sandsteinformationen, Mooren und kleinen
Seen. In der Ferne zeichneten sich die Konturen des Riesengebirges ab. "Böhmisches
Paradies" oder "Kaiser Karls Garten" sind zutreffende
Bezeichnungen dieses Landstriches. Bei Leitmeritz führt eine Brücke über die
Elbe,
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mit der sich ein düsteres Kapitel der jüngeren Vergangenheit verbindet.
Denn die alte Bischofsstadt mit ihren Kirchen und harmonischen Marktplatz,
ihren Gassen und Giebeln, ihren gotischen Bauten und barocken Schnörkeln,
spiegelt die große Zeit Böhmens wieder - dies ist ein Teil. Der andere Teil
jenseits des Flusses, unweit der Egermündung, ist Theresienstadt. Hohe
Backsteinmauern umschlossen zunächst eine Garnison, später ein Staatsgefängnis,
danach befand sich hier ein Konzentrationslager und ein großes Ghetto. 33.000
Menschen wurden ermordet, 88.000 Menschen von hier aus in Vernichtungslager im
Osten deportiert. Auch nach 1945 wurden hier noch lange Jahre politische
Gefangene in Haft gehalten.
Am
dritten Radtag begann ein weiterer schöner Streckenabschnitt entlang der Elbe
nach Aussig. Ein Teil des Radweges war noch unbefestigt und durch den Regen
aufgeweicht. Entsprechend schwierig waren einige Streckenabschnitte. An der
Porta Bohemica, der Böhmischen Pforte, beginnen die bizarren, von Wasser und
Wind geformten Felswände des Elbsandsteingebirges. Schon von weitem sahen war
unser Tagesziel - die Burg Schreckenstein, eine
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der schönsten Ikonen der
deutschen Romantik. Die Elbe mit der hoch auf einem steilen Felsen thronenden
Burg bilden eine imposante Kulisse. Weltweit bekannt durch das berühmte Gemälde
von Ludwig Richter "Überfahrt am Schreckenstein"; hier ließ sich
Richard Wagner zu seinem "Tannhäuser" inspirieren. Aussig erinnert
aber auch an die Übergriffe auf die deutsche Bevölkerung nach dem Kriegsende.
Am
nächsten Morgen teilte sich unsere Gruppe; ein Teil radelte nach Dresden, der
andere Teil nahm ab Pirna den Raddampfer. Bad Schandau, Königstein, Rathen,
hier hat die Elbe sich tief in die Felslandschaft gegraben und phantastische
Formen aus dem Gebirgsstock heraus modelliert.. Beeindruckend die Festung
Königstein, gewaltig und uneinnehmbar wirkt sie auf dem Tafelberg 200 m über
dem Flusstal. Aus diesem Sandstein hier ist nicht nur der Dresdener Zwinger,
die Hofkirche und die Semper-Oper sondern auch des Brandenburger Tor erbaut,
"Sächsicher Marmor" war in ganz Europa begehrt. Als sich das enge Tal
vor Pirna öffnet, ist Dresden nicht mehr weit. Vorbei an Schloss Pillnitz, den
drei Loschwitzer Elbschlössern, über die Augustusbrücke und schon stehen wir
auf dem Theaterplatz mit Oper, Zwinger, Schloss und Kathedrale. Ein kurzer
Spaziergang zur Frauenkirche, schnell letztmals die Räder verladen und ab ins
Hotel. Denn abends hatte uns der Kurfürst August der Starke zur Tafel in den
Pulverturm gebeten, wo allerlei Deftiges aus der Feldküche serviert wurde.
Natürlich
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ließ er es sich nicht nehmen seine hessischen Gäste persönlich zu
begrüßen und uns, dem "staunenden und gemeinen Volke", bei einem
Spaziergang über die Brühlsche Terrasse von der wechselvollen sächsischen Geschichte,
aber auch von seinen amourösen Abenteuern, zu berichten. Insbesondere die
mitgereisten "Frauenzimmerchen" fanden seine größte Aufmerksamkeit.
Höhepunkt
des nächsten Tages war nach einer geführten Stadtbesichtigung der Besuch einer
Orgelandacht in der Frauenkirche. Ihr 1994 begonnener Wiederaufbau als Kirche
und Kunstwerk wurde durch Spenden, Stifterbriefe, den symbolischen
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Verkauf von
Bausteinen und durch viele private Initiativen ermöglicht und 2005
abgeschlossen. Der Andrang ist allerdings noch sehr groß und bei dem Gerangel
vor der Eingangstür ging es nicht gerade christlich zu. Nachmittags fuhren wir
zurück nach Rathen in das "Naturschutzgebiet Bastei", wohl der
berühmteste Teil der Sächsischen Schweiz. Vom Basteifelsen aus bot sich ein
herrlicher Ausblick, ein gelungener Kontrast zu den Eindrücken, die wir tags
zuvor vom Fahrrad gewinnen konnten. Zum Abschluss des Tages ein Abstecher zum
Schloss Pillnitz. Gebäude und Gärten bilden gemeinsam ein bezauberndes barockes
Ensemble.
Am
21.5., dem Rückreisetag, standen noch zwei Höhepunkte auf dem Programm. Zum
einem der Besuch der Gläsernen Manufaktur von VW in Dresden. Direkt vor Ort
wird dort hinter Glas die gesamte Fertigung des VW-Phaeton gezeigt. Jeder
konnte sich seinen Phaeton nach Wunsch zusammenstellen und gleich auf dem Fahrsimulator
probefahren. Danach ging es nach Meißen, die Stadt der "Blauen
Schwerter", die durch die Gründung der ersten Porzellanmanufaktur Weltruf
erlangte. Burg, Dom und Bischofsschloss sind auf dem Burgberg die weithin
sichtbaren baulichen Wahrzeichen der Stadt.
Nach der
Stadtbesichtigung von Meißen war auf der Heimreise Gelegenheit Bilanz zu ziehen:
Wir
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haben
mit Prag und Dresden zwei geschichtliche und kulturelle Zentren Europas besucht,
sind an Moldau und Elbe an bizarren Felsformationen vorbeigeradelt, haben im
böhmischen Paradies eine fruchtbare Kulturlandschaft und hüglige Weinberge
erleben dürfen, sind durch Wälder und stille Täler geradelt; die Schönheiten
dieser Landschaft wogen bei weitem die einzelnen Regenschauer auf, die uns
täglich begleiteten. Nach 210 geradelten Kilometern vermeldete die
Pannenabteilung 2 glimpflich verlaufene Stürze, 3 heruntergefallene Ketten, ein
total verdrecktes Hinterrad gesäubert; ansonsten keine besonderen Vorkommnisse.
Dazu kam bei einem schwäbischen Gastfahrer am letzten Tag neben deutlichen
Ermüdungserscheinungen ein erheblicher Muskelkater.
Die gesamte Gruppe bedankt sich bei Heinz Vollhardt und Armin Hanke für die vorbereitende Planung, die ausgezeichnete Organisation sowie die viele Kleinarbeit, die auch noch während der Radtour und bei der Durchführung des Begleitprogrammes anfiel, um die Gruppe auf den richtigen Weg zu bringen.

wo gehts lang?
lahme Wirtschaft
Pause
im Pulverkeller
Führung Burg Schreckenstein Auf hoher See

zwei Grazien
Frühstück "immer
dieser Alkohol!! mit August dem Starken
"Grand Canyon"
Prager Burg
ein "General" u. ein Büttelberner Verbrüderung mit russischen
Veteranen und gleich einen .Kasatschok
"Fährmann hol über" in der Dschunke

mal ein wenig Regen
Pause in wunderschönen Landschaften ...
... mit See Opfer
Otmar mit Peiniger Karl Kirche am anderen Elbufer
auf Burg Schreckenstein
und so weiter und so weiter .............!
Einen Teil der Bilder stellte freundlicherweise Wanderfreundin
Brigitte Grube zur Verfügung, Danke!