Wanderung um Rothenbuch (Spessart)
am 12. November 2006

Die November-Wanderung dieses Jahres führte die Naturfreunde wieder einmal in den bayerischen Teil des schönen und waldreichen Spessart.
Ausgesucht von den Wanderwarten war eine Strecke. die in weitem östlichen Bogen von Weibersbrunn aus ins nördlich gelegene Rothenbuch führen sollte. Um die vorgese- hene Länge von etwa 13 Km auch einhalten zu können, startete eine wiederum große Anzahl von sechsundfünfzig Teilnehmern etwas außerhalb des Ortes Weibersbrunn.  Bei typischem Novemberwetter ging es zunächst am Waldhang von Weibersbach- und Hafenlohrtal hin zum Weiler Lichtenau. Hier, nach einer ausgedehnten Brotzeit, wurde das Tal durchquert, um auf der gegenüber liegenden Seite am Eichensee in den Bomiggrund einzubiegen. Durch herrlich bunte Herbstwälder immer leicht bergan wandernd, kam die Gruppe später zum idyllisch gelegenen, grünlich schimmernden Bomigsee, in dem sich Buchen, dunkle Fichten und ein paar Eichen spiegelten. Nachdem etliche der Wanderer im klaren Wasser des Teiches ihr Konterfei bewundert hatten, zog man weiter bis zum aus rotem Sandstein gehauenen und mit reichlich Blumenschmuck versehenen Bildstock Niklaskreuz, um hier rechtwinklig abzubiegen in Richtung Rothenbuch. Von hier war es dann nicht mehr weit, um am Waldrand schon das ehemalige Jagdschloss und die Kirche des im Talkessel gelegenen Zielortes zu erkennen. Kurz vor dem Abschlusslokal setzte nun auch der in allen Medien für den Tag angekündigte Regen ein. Somit hatte Petrus während der Wanderung wieder einmal seine Gunst gegenüber den Büttelborner Naturfreunden unter Beweis gestellt. Im Gasthaus "Zum Löwen" waren sich die Teilnehmer einig, dass es eine schöne und kurzweilige November-Wanderung war. Mit dazu trug sicher bei, dass die Speisen hier wirklich lecker waren und auch die Getränke die erforderliche Frische hatten.
Bemerkenswert noch, dass der wohl bekannteste und später von der Gerichtsbarkeit des Erzbistums Mainz zum Tode verurteilte und hingerichtete Wilddieb des Spessarts, Johann Adam Hasenstab, hier aus Rothenbuch stammte. Sein mitten im Spessartwald gelegenes Grab zieht heute noch viele Besucher an. Selbst der Schreiber dieser Zeilen war schon mal dort.
Die nächste Wanderung ist am 10.12.2006 in der Gegend von Ingelheim.
Da bei der letzten Wanderung aufgrund zu später Anmeldung etliche Naturfreunde keinen Platz mehr im Bus fanden, sollte man schon recht frühzeitig Bescheid gebeten.