Eine Winterreise nach St. Petersburg
Die
erste Nacht verbrachten wir noch in reservierten 2-Bett-Kabinen im Hafen von
Rostock,
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legten erst am nächsten Morgen ab und waren am 12.03.2007, morgens um 5,30 Uhr in Helsinki. Wir mussten alle sehr früh aufstehen und konnten nicht nur den zugefrorenen finnischen Meerbusen sondern auch den Sonnenaufgang bestaunen. An diesem Morgen hatten wir keine Zeit mehr, um das reichhaltige Frühstücksbuffet zu genießen, wurden aber in einem Cafe in Helsinki sehr gut und ausreichend für die Weiterfahrt versorgt. Nun fuhren wir mit Sonnenschein durch verschneite Landschaften der russischen Grenze entgegen. Während sich die Finnen nur einmal für unsere Pässe interessierten, kontrollierten die Russen viermal und außerdem mussten alle – trotz Visum – ein Ein- und Ausreiseformular ausfüllen. Nach über 2 Stunden Wartezeit befanden wir uns nun in Russland. Nach ca. 70 km, in der Stadt Vyborg, stieg die erste Reiseleiterin zu uns in den Bus und
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begleitete uns bis zum Hotel in St. Petersburg. Durch die Zeitverschiebung von 2 Stunden war es bereits 19 Uhr als wir unsere Hotelzimmer bezogen. Die Zimmer sehr geräumig, das Hotel sehr komfortabel und großzügig. Das Abendessen mit einem Kalt-Warm-Buffet war sehr gut, man konnte nach eigenem Geschmack wählen. Das gleiche galt auch für das Frühstücksbuffet an den nächsten Tagen. Am 13.03. kam eine weitere Reiseleiterin hinzu, so dass die Besichtigungen jeweils in 2 Gruppen erfolgten. Die Fahrt mit dem Bus durch die Stadt war trotz sehr hohem Verkehr immer wieder ein Erlebnis, da fast jedes Gebäude schon eine Sehenswürdigkeit bedeutete. Die erste Besichtigung war die Peter - Paul – Festung
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mit der 1703 erbauten Kathedrale. Diese ist zugleich das Mausoleum, in der die russischen Zaren und ihre Familienmitglieder beigesetzt sind. Heute ist diese mit einzigartigen Ikonen bestückte Kirche ein Museum, in der nur einmal im Jahr, und zwar am 17. Juli, Gottesdienst gehalten wird zur Erinnerung an die Ermordung der Zarenfamilie im Jahr 1918. Die Isaak-Kathedrale beeindruckt alle Besucher mit kostbaren Malereien und Mosaiken aus Halbedelsteinen wie Lapislazuli und Malachit. In dieser Kirche wird jeden Monat je einmal Gottesdienst gehalten für die Bevölkerung und für besondere Staatsbesucher. Bemerkenswert ist, dass in beiden Kirchen die Gottesdienste – auch für die Zarenfamilie – stehend erfolgten.
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Bei der anschließenden großen Stadtrundfahrt wurden uns
zahlreiche Prachtbauten gezeigt, in denen heute Museen, Universitäten,
Kadetten-Schulen, Ministerien und andere Ämter und Schulen untergebracht sind.
Zahlreiche Flüsse und Kanäle mit prächtigen Brücken durchqueren St. Petersburg,
so dass man diese Stadt zu Recht „ Venedig des Ostens „ nennen kann.
Am 14.03. fuhren wir schon früher vom Hotel ab, um in
Puschkin den Katharinen-Palast mit dem legendären Bernstein-Zimmer zu
besichtigen. Das Gebäude, die einzelnen Räume und das Bernstein-Zimmer waren
eine einmalige Pracht.
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Die anschließende Troykafahrt im Pavlowsk-Park fand
leider nicht im Schnee statt. Ein weiteres Erlebnis war die Besichtigung der
Gemäldegalerie in der Eremitage, die früher als Winterpalast der Zaren diente.
Um alle Gemälde in den 1057 Räumen anzuschauen, hätten wir einige Wochen
bleiben müssen.
Unsere Reiseleiterin hatte uns Karten für einen
Folklore-Abend und für das Ballett besorgen können, so dass diese
Veranstaltungen einen sehr schönen Abschluss für die beiden Tage in St.
Petersburg bildeten. Unsere beiden Reiseleiterinnen Olga und Ludmilla haben uns
alle mit ihrem enormen Wissen und der perfekten
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deutschen Sprache einen umfassenden
Eindruck auch vom jetzigen Russland vermittelt.
Am 15.03. um 7,30 Uhr traten wir die Rückreise an, hatten an
der Grenze keine größeren Verzögerungen, so dass wir pünktlich um 15 Uhr in
Helsinki eine Stadtrundfahrt mit einer finnischen Reiseleiterin beginnen
konnten. Hierbei sind nur einige bedeutende Besichtigungspunkte zu erwähnen,
wie der Dom am Senatsplatz, die Felsenkirche und das Sibelius-Denkmal. Nun hieß
es endgültig Abschied zu nehmen, wir gingen um
20 Uhr an Bord, bezogen unsere Kabinen und legten um 23 Uhr ab, um
wiederum 24 Stunden auf See zu sein. Den nächsten Tag verbrachten wir sehr
ruhig an Bord der M/S Superfast, spielten Skat und Uno und ließen in Gedanken
nochmals die vielen neuen Eindrücke vorbeiziehen.
In Rostock kamen wir um 21 Uhr an und konnten bereits um
21,45 Uhr im Bus sitzen, um nach Hause zu fahren. Die Fahrt verlief ruhig ohne
jegliche Zwischenfälle, so dass wir bereits um 5,30 Uhr in Büttelborn ankamen.
Für die ausgezeichnete Organisation dieser Reise bedanken
sich alle Teilnehmer bei Heinz und Wilma Vollhardt.
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