Wanderung in der Wetterau
am 10. Februar 2008

Anno 851 verstarb in Mainz der angelsächsische Benediktinermönch, Missionar und Klostergründer Bonifatius. Mit großem Gefolge wurde der Leichnam des Heiligenimg1.jpg Bonifatius in das  über einhundertfünfzig Kilometer entfernte Fulda verbracht, um ihn dort in seinem Gründerkloster beizusetzen.

Ein besonderes Interesse übte dieses Ereignis auf die  Büttelborner Naturfreunde aus, als der Vorschlag aufkam, doch mal ein Stück auf der nach diesem Ereignis benannten "Bonifatiusroute" zu wandern.
Da der Trauerzug seinerzeit seinen Weg in nordöstlicher Richtung quer durch Hessen, nahm, einigte man sich darauf, mit einem Streckenabschnitt in der Mitte unseres Landes zu beginnen. Was lag also näher, der Wetterau, wo bekanntlich die "Runkelreuwerubbmaschine die Runkelreuwe rubbe",  einen Besuch abzustatten.
Start für die fünfundfünfzig Naturfreunde war der keine Ort Glauberg, weithin bekannt als Fundort bedeutender und sehr gut erhaltener Relikte aus der Keltenzeit.
Selbst mt einem freigelegten frühkeltischen Fürstensitz kann der Ort aufwarten.
Damit es an diesem herrlichen Sonnentag den Wanderern nun aber nicht zu wohl wurde, hatte man auf dem mit einem Bischofsstab gekennzeichneten Weg zunächst eine deftige Steigung zu bewältigen. Nachdem man sich auf der Höhe erst mal pustend und schwitzend der Wanderjacken oder Pullover entledigt hatte, ging es hinein in den sonnendurchfluteten Wald. Hier beeindruckte vor allem der Baumbestand von mächtigen hochgewachsenen Buchen und Eichen.
Auf einer Lichtung während der Mittagsrast war herrliche Sicht hinunter ins Niddertal mit seinen mittelalterlich anmutenden Örtchen wie z. b. Stockheim oder Ortenberg. An den Südausläufern des hier beginnenden Vogelsberg wandernd, erreichte man später die Überreste der ehemaligen Schafskirche. Der Überlieferung nach ein Relikt aus der Zeit des Leichenzugs, bei dem an jedem Übernachtungsort zur Erinnerung an den Heiligen eine Kapelle errichtet wurde. Nach einem Gruppenfoto mit frohgelaunten Teilnehmern ging es nun bergauf, bergab dem Ende der Tour entgegen. Die von weitem schon erkennbare Burganlage des Abschlussortes Lißberg ließ erkennen, dass das Gasthaus Zum Rössel nicht mehr weit sein konnte.
Hier freute sich der Wirt schon auf einen guten Umsatz, bot den Wanderern dafür aber auch eine gute Küche mit leckeren Speisen und Getränken. Zum Dank für die genossene Gastfreundschaft hinterließ man auf dem Parkett noch ein paar deftig graue Reste aus den Profilen der Wanderschuhe und verschwand satt und zufrieden im Bus.
Resümee: Das Wanderjahr fing gut an mit einer schönen Sonnenwanderung in einer schönen Landschaft in herrlich frischer Luft. Wanderführer Dieter Nau, der den Naturfreunden diese schöne Tour bescherte, sei hiermit gedankt.
Ein kleiner Wermutstropfen blieb dennoch: Die Wetterauer Runkelreuwerubbmaschin konnte trotz aller Aufmerksamkeit nicht gesichtet werden. Die Erfolgsmeldung eines Teilnehmers erwies sich im Nachhinein als Fata Morgana.
Die nächste Wanderung ist am 9. März um Hummetrod im schönen Odenwald.
Um rechtzeitige Anmeldung (Tel. 06152/56739) wird aufgrund des großen Interesses gebeten.
Gäste sind immer herzlich willkommen.