Wanderung
von Gemünden (Main) nach Mariabuchen
am Sonntag, den 7. Dezember 2008
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Die
vorletzte Wanderung des ausklingenden Jahres führte die Naturfreunde nochmals
in den Spessart.
Die diesmal als Wanderführer fungierenden Reinhold Petri
und Manfred Geyh hatten
sich dafür eine Tour südlich der unterfränkischen Mainschleife
ausgesucht. Start war der kleine, zu Gemünden am Main gehörige Ort Hofstetten.
Bei mittelmäßigem Wetter ging es zunächst -wie in letzter Zeit oftmals- erst
mal einen Kilometer stetig bergan. Eine Überraschung der besonderen Art erwartete
die Teilnehmer, als sie erkennen mußten, dass ihr Weg, entgegen des Zustands
bei der Vortour, durch schwere Holzschlagmaschinen total
vermatscht und somit unbegehbar war. Was blieb ihnen also anderes übrig, als
sich einen Weg an den Hängen über querliegende Baumstämme und Äste zu bahnen. Die
Wanderführer führten ihre Schäfchen durch´s Unterholz, dass es angesichts der
rutschenden und stolpernden Schar zuzuschauen eine wahre Freude war. Also hatte man sich, bedingt
durch diese Strapazen, eine deftige Brotzeit redlich verdient. Den richtigen
Ort
hierfür fand man in einer Schutzhütte im Hof der Burgruine Schönrain. Hier
war u. a. zu lesen, dass man sich auf außerordentlich geschichtsträchtigem
Boden befand. Diese sehr wehrhaft erscheinende heutige Burgruine wurde
nämlich schon vor vielen, vielen hundert Jahren erbaut worden. Sie gehörte lange Zeit zu den Besitztümern
der Grafen von Rieneck. Später wechselte sie mehrfach den Besitzer und wurde
von diesen in vielfältigster
Weise genutzt. Das zur Zeit letzte und sicher in die
Annalen eingehende Großereignis aus jüngster Zeit wird nunmehr die Frühstückspause
der Naturfreunde Büttelborn sein. Nach ein paar aufwärmenden Tropfen aus der
Flasche und ein paar
Fotoschnappschüssen hinunter ins Maintal ging es dann weiter. Durch das
kleine, anmutig wirkende Ziegelbachtal wandernd, kam die Gruppe zum bei diesem feuchtkalten
Dezemberwetter wie verlassen wirkenden Spessartörtchen Halsbach. Trotzdem ließ
sich hier eine einsame Witwe blicken,
die nach einem
freundlichen Wortwechsel
unseren Otmar in ihren Keller lockte. Hier bot sie ihm ein paar prächtig
runde Äppel an (ortsüblicher Dialekt-
Ein Schelm, der Böses dabei denkt), die er dankend entgegen
nahm und später auch fröhlich verzehrte. Ab diesem Ort waren jetzt
nur noch fünf der etwa zwölf Kilometer langen Wandertour abzuspulen. Am
Ende eines letzten Waldstücks stand man nun vor dem in einer Senke liegenden
Weiler Mariabuchen. An der gegenüberliegenden Höhe war die wuchtig wirkende
Wallfahrtskirche zu erkennen, die ihrer
Bestimmung
entsprechend den Charakter des kleinen
Tales prägt. In der dortigen Buchenmühle, die heute von einem früheren "Worfeller" Wirt als Gaststätte
geführt wird, war für den Wanderabschluss schon alles vorbereitet, so dass die
Naturfreunde sich nur noch niederlassen brauchten, um hier bei Speis und Trank den
Tag ausklingen zu lassen.
Den Wanderführern sei gedankt für die Ausrichtung
dieser schönen Tour im "Land der Franken".
Die Jahresabschlusswanderung
ist am Dienstag, den 30.12.2008 in der Umgebung von Langen.
Der Vorstand
weist hiermit nochmals auf die Jahreshauptversammlung am Samstag, den 3.
Januar 2009 um 15 Uhr im ev. Gemeindehaus hin. Alle Mitglieder sind hierzu herzlich
eingeladen. Kaffee und Kuchen sind frei.