Wanderung
im Rheingau
am
4. Juli 2008
Wiederum einen schönen sonnigen Wandertag verlebten die Naturfreunde bei ihrer
Reise in den Rheingau.
Fast einen ganzen Waggon belegte die knapp sechzig Mann starke Gruppe, als es
diesmal mit der Bahn gen Startort Rüdesheim ging. Vorgesehen war ab hier ein Rundkurs,
der über das Niederwalddenkmal, den Rheinsteig entlang hinunter nach
Assmannshausen und an den Rheinhängen wieder zurück nach Rüdesheim führen
sollte. Kaum dass die Gruppe die Drosselgasse durchquert
hatte, trennte sich am Marktplatz schon die Spreu vom Weizen. Die "Spreu"-Teilnehmer
hatten ab hier die Möglichkeit, per Pauschalkarte die Seilbahn zum Niederwalddenkmal
und später ein
gleiches Gefährt hinunter nach Assmannshausen zu
nehmen. Als Dreingabe durften sie dann auch noch mit der Rheinflotte zum
Start-bzw. Zielort
zurückkehren. Zu "wandern" hatten sie auf der Höhe lediglich eine halbstündige Strecke bis
zur
Assmannshäuser Seilbahn. Dem Vernehmen nach erreichten sie später
ob der erlittenen Strapazen fix und fertig das Abschlusslokal.
Die "Weizen"-
Typen hatten das Vergnügen, die Wander-Stange hochzuhalten und die etwas über dreizehn
Kilometer lange Strecke per Pedes zurück zu legen. Aber schon manch einer dieser Gruppe
schaute beim Anstieg zum
Niederwalddenkmal wehmütig und
schweißtriefend den fröhlich aus der
Seilbahn feixenden "Abtrünnigen" nach, mit dem Gedanken: " wäre,
wäääre ich doch
nur" .......... usw. Aber zu spät, sie mussten zu Fuß hoch. Keuchend und
neidisch stand man später vor der mächtigen Germania. Hat sie doch weiter nichts
zu tun, als Tagein, Tagaus, auf ein Schwert gestützt und die Kaiserkrone schwenkend,
den herrlichen Blick auf den Rhein zu geniessen. Was kümmert sie da das schwitzende
Gewürm in den steilen
Weinbergen. Nun gut, nach einer verdienten Brotzeit ging es am Rheinsteig weiter: Die einen
-wie
soll´s auch anders sein- gemütlich nach rechts zur Seilbahn, die anderen
nach links, um hier zur Strafe noch ein paar saftige An- und Abstiege bewältigen
zu dürfen. Schließlich ging es -teils mit schmerzverzerrten Gesichtern ob der
arthrosen Knie- steil hinunter nach Assmannshausen. Auch hier verließen wieder
einige das sinkende Schiff, um sich der "Spreu" anzuschließen und den weitaus
bequemeren Weg übers Wasser zu nehmen. Übrig blieben noch ein paar Hanseln, die
nicht genug bekamen, um nochmals "in die
Wand zu steigen", um über die
Steilhänge der Weinberge zurück zu wandern.
Der Höhepunkt dieser letzten Etappe war erreicht, als kurz vor Toresschluss
unten auf dem Rhein noch der Dampfer mit den schadenfroh nach oben winkenden
Bootsfahrern an der Gruppe vorbei zog.
Im Weingut Philipp in Rüdesheim fanden alle wieder zusammen, um bei einem guten
"Rüdesheimer" und Winzer- oder Küferteller * oder anderen schmackhaften Gerichten
gemeinsam den schönen Wandertag ausklingen zu lassen.
Alles in allem: Alles war halb so schlimm. Der Schreiber hat nur wieder mal zu
dick aufgetragen.
* wenn die Winzer
und Küfer sich so ernähren, na dann Gute Nacht!!
