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Als Petrus etwas gelangweilt im Programmheftchen der Naturfreunde blätterte und sich dann interessehalber aufgrund der Zeitnähe die Internetseite der Pfalzwanderung im April zu Gemüte führte (er hatte schon was läuten hören), fuhr ihm doch die Zornesröte ins Gesicht.
"Im April kann es mit dem Wettermachen schon mal etwas schwierig sein", dachte er bei sich, "aber das sei denn doch ein wenig zu weit gegangen, zumal Wanderer ja zu den besten Kunden seiner Wetterabteilung gehören." Also wurde schnellstens die himmlische Wettermaschinerie in Gang gesetzt: Der Wetterbeauftragte für das "Wandern in deutschen Mittelgebirgen" wurde zum Rapport bestellt und  zu den Wettervorkommnissen allgemein und insbesondere denen an der Deutschen Weinstrasse am 6.April gehört. Daraufhin wurde er erst mal in den Senkel gestellt mit der Premisse, dies habe in Zukunft in der Art so schnell nicht mehr vorzukommen. Er bekam den Auftrag, für die nächste Wanderung im Spessart entsprechende Vorkehrungen für einen reibungslosen Wetterverlauf zu sorgen. Den Naturfreunden sei als Schadensersatz ein Tag zu bescheren, den sie so schnell nicht vergessen werden. Als Vorlagen hierzu habe er sich unter anderem das einschlägige deutsche Maien-Liedgut wie z. B. "Der Mai ist gekommen.....", "Alles neu macht der Mai....." oder etwa "Komm lieber Mai und mache ...... " zu Eigen zu machen. Die Naturfreunde Büttelborn seien über den Fortgang der Wettervorbereitungen auf dem Laufenden zu halten. Ein Wanderbericht der Naturfreunde ist binnen zehn Tage nach Termin vorzulegen.
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Wanderbericht der Naturfreunde Büttelborn

                                       Spessartwanderung
                                                   am 11. Mai 2008 

Als dies den Naturfreunden zu Ohren kam, machten sich am besagten Maientag denn auch vierundfünfzig (mehr waren wegen der Pfingstfeiertage ncht abkömmlich) fröhliche Wanderer per Bus auf den Weg, ließen die Sorgen zu Haus, um im Spessart in dem kleinen Ort Daxberg, unweit von Mömbris, zu ihrer etwa dreizehn Kilometer langen  Maienwanderung auszuschwärmen. Im Dörflein angekommen, wurden sie sogleich von herrlichstem Sonnenschein empfangen. Kein Wölkchen war am unendlich blauen Firmament zu sehen. Laue Lüfte umschmeichelten sie, ließen die Herzen höher schlagen und ihre Seelen frisch und frei werden. Frohen Sinnes ging es zunächst durch grüne Matten hinunter in den Hain. Die Bäume hatten ausgeschlagen und sonnendurchflutetes Waldesgrün empfing die Wanderer. Linkerhand des Weges plätscherte ein von vielen kleinen Veilchen umrahmter silberheller Ouell, der die Naturfreunde bis in den Kahlgrund begleitete und sich hier in die Kahl ergoss, um sich später mit dem Main zu vereinen. Von ferne schon hörte man bald den Glockenklang des Kirchleins von Schimborn, um die Gläubigen des Ortes zur Pfingstandacht zu rufen. Damit es der Wanderschar nun nicht zu wohl wurde, ging es ab Ortsende zunächst mal deftig bergan, wobei sie ein Teil des Weges von ein paar munter auf der Weide springenden Rösslein begleitet wurden. An der anmutig wirkenden Wallfahrtskapelle "Maria Auffahrt" wurde bei herrlichem Ausblick in blühende Berge und Täler von den Wanderführern zur Mittagsrast gerufen. An dem ausgelassenen und munteren Geplauder konnte man erkennen, dass es den Wanderern recht zu munden schien. Oder ob´s auch an dem aus Anlass eines Jubeltages gereichten edlen hochprozentigemTropfen lag? Einigen der männlichen Teilnehmer wurde darob so warm ums Herz, dass sie ihrer Liebsten allzu gern von den so lieblich sprießenden Wiesenblumen einen Kranz gewunden hätten. Leider reichte hierzu die Zeit nicht, da man diesen lauschigen Ort alsbald wieder verlassen musste, um nicht allzuviel Zeit zur Rückkehr zu versäumen. Nun führte der Weg wieder hinein in den grünen Hain. Munterer Vogelsang erfreute die Herzen und täuschte die Sinne derart, dass einige in der Ferne schon Hörner- und Schallmaienklang zu hören wähnten. Vorbei an moosbewachsenen Hügelgräbern verließ man den Wald und zog um das anmutig im Tal ruhende Örtchen Feldkahl in weitem Bogen bis zum dortigen Golfgelände. Staunend sah man dort das fröhliche Völkchen in anmutiger Weise Stöcklein schwingen, um kleine lustige Kügelchen über das satte Wiesengrün zu treiben, um sie dann nach etlichen Hieben wie von Zauberhand im Erdboden verschwinden zu lassen. Nach diesem erquicklichen Erlebnis zogen dieWanderer weiter, um am nicht mehr so fernen Waldesrand nochmals eine Rast einzulegen, galt es doch noch eine letzte ansehnliche Steigung zum Zielort zu bewältigen. Geschafft bestieg man danach den Bus, um hinunter ins Tal zur Abschlussgaststätte "Heimbacher Mühle" zu gelangen.
Da man im vorigen Jahr bei der Spessartwanderung hier schon zu Gast war, wusste man um die gute Küche und freute sich schon auf die wohlschmeckenden Speisen und Getränke.
Satt und zufrieden vergaß man die vermeintlichen Strapazen und war überwiegend  der Meinung, dass es ein schöner gemeinsamer Tag mit einer schönen Wanderung war.

Die Teilnehmer danken der Wanderführerin Erika Sack und ihrem Gehilfen für die Vorbereitung dieser Tour und den himmlischen Wettermachern für das wunderschöne Maiwetter.
Der Schreiber dieses Berichts bittet zu verzeihen, dass er sich unter dem Eindruck dieses herrlichen Maientages und besonders des o.a. Liedgutes  bei der Formulierung dieser Zeilen ein wenig verstiegen hat. Eine Korrektur war aufgrund des zeitnahen Redaktionsschlusses nicht mehr möglich. Soll aber nicht wieder vorkommen.

Doppel an das himmlische "Wetterdezernat für das Wandern in deutschen Mittelgebirgen".