Wanderung im Alsenztal
am 9. November 2008
In den Donnersbergkreis im nordpfälzischen
Bergland führte uns an diesem Sonntag unser Wanderführer Adam Astheimer.
Ausgesucht
hatte er sich eine Strecke, die im Bogen vom im Alsenztal gelegenen Örtchen
Alsenz über Ober- und Untermoschel wieder nach dort zurück führen sollte. Anlaß
für die Wanderung in dieser Gegend war ein naher Verwandter und gebürtiger Büttelborner,
der anno Tubak eine Maid aus dem Alsenztal gefreit hatte und
deshalb nach Alsenz "emigriert" war. Was also lag näher, als diesen
guten Mann für eine sachkundige Wanderungführung in seiner jetzigenHeimat zu
engagieren.
Gesagt, getan. Als sich die Naturfreunde per Bus
dem Marktplatz
von Alsenz näherten, stand
er dort schon wartend vor dem örtlichen Heimat- und Steinhauermuseum. Nach einer zünftigen "Büttelborner Begrüßung", gab er
zunächst erst mal eine Einführung über Land und Leute in seinem Tal. Hier
war unter anderem zu erfahren, daß dieses Gebiet früher auch als "Land der
Steine" weithin bekannt war. Steine deshalb, weil hier unerschöpfliche Mengen
an Sandstein vorhanden sind. So gab es in vergangenen Zeiten zig Steinbrüche,
in denen die Alsenzer und Bewohner der Umgebung für kargen Lohn den hochwertigen Stein brachen und bearbeiteten.
Im Jahre 1912 gab es aber ein abruptes Ende, als die Arbeiter in einen Lohnstreik
traten, von dem sich die Steinindustrie nicht mehr erholte und di
e Steinbrüche
sich ihrer selbst überlassen wurden.
Als nächstes
wurde nun das Museum besucht, in dem viele Exponate aus
vergangener Zeit zu besichtigen waren. Den größten Raum nehmen hier die unzähligen
Arbeitsgeräte der Steinbruchzeit ein. Aber auch viele kunstvoll gestaltete Steingebilde
waren zu bestaunen. Erstaunlich, daß man mit den doch recht groben Werkzeugen
der damaligen Zeit solche Kunstwerke schaffen konnte.
Nach der Besichtigung
ging es dann aber hinaus in die rauhe Wirklichkeit dieses typischen Novembertages.
Regen, Wind und Kälte begleiteten von nun an die Wan
-derer auf ihrem Weg
hinauf in den Wald. Selbst hier boten die Bäume kaum Schutz vor diesem Wetter.
Aber da war ja noch ein Hoffnungsschimmer in Sicht: die Frühstückspause in der
Burgruine Moschellandsburg. Hier aber war es auch nicht anders. Selbst die dortige
Schutzhütte hatte an diesem Tage seinen Namen nicht verdient, blies doch
der Wind aus allen Richtung durch die offenen Seiten. So rannten
die Wanderer mit Stulle und Teekanne in der Hand von einer Ruinenmauer
zur anderen, um ein wenig Schutz zu haben. Da halfen zum Ende der Pause nur
noch ein paar Tropfen Hochprozentigem. Dadurch etwas leichter und aufgewärmt ging
es später auf gut ausgeschilderten Wegen und Geopfaden hinunter ins
Alsenztal. Am Lauf
des gewundenen Flüßchen Alsens entlang kam man später zum Deutschen Sandsteinpark, wo man wahre
Kolosse von Millionen von Jahren alten Sandsteinen bewundern konnte.
Schließlich
wurde die "Gut Stub" in Alsenz erreicht. Hier wechselten bei Speis
und Trank die verfrorenen Backen der Wanderer bald von blauviolett zu feuerrot
und alle waren
bei dem Motto "da muß man durch" aber wieder frohen Mutes und zufrieden. Nächstes
mal scheint wieder die "Naturfreundesonne". Dies soll schon sein bei
der nächsten Wanderung am Sonntag, den 7. Dezember 2008 bei Lohr am Main.
Die
zweiundfünfzig Wanderer danken dem Wanderführer Adam Astheimer und seinem "ausgewanderten"
Schwager Hans Wulf für den wetterfrischen aber dennoch schönen Wandertag. Beide
haben ihre Sache gut gemacht.
Hinweis
des Vorstandes: Die Jahreshauptversammlung ist am 03. Januar 2009 im Evangelischen
Gemeindehaus. Alle Mitglieder sind eingeladen. Neuwahlen stehen an. Kuchen und Kaffe gibt
es umsonst!
*
* * * *