Wanderung im Binger Wald
am
14. Juni 2009
Kaum hatten sich die heißen Reifen, die die Naturfreunde bei
der Radelwoche an
der Ostsee fuhren, abgekühlt, mußten sie schon den Rucksack für die nächste
Wanderung von der Wand hängen. Sollte es zur Juni-Wanderung doch wieder mal
an den
"wunderschönen deutschen Rhein" gehen.
Zumindest war dort der
Wanderabschluß geplant.
Also fanden sich wieder mal fünfzig Wanderer zur
Busabfahrt ein, um einen schönen Juni-Sommertag in der freien Natur zu
genießen. Wanderführer Adam Astheimer, der schon im Vorjahr eine schöne
und interessante Wandertour im Alsenztal organisiert hatte, wollte die Naturfreunde
durch den Binger Wald zum Rhein führen, um ihnen wieder
ein schönes Stückchen unserer schönen
Heimat näher zu bringen.
Startort
war der westlich im Binger Wald gelegene und zum "Unesco Weltkulturerbe
Mittelrhein" gehörende Weinort Waldalgesheim, weithin bekannt
als Fundort eines Keltischen Fürstengrabes aus dem 4. Jh. v. Chr. mit selten kostbaren Grabbeigaben.
Den Ort hinter sich lassend, konnte man nun schon rechter Hand auf der Höhe
ein großes kuppelartiges Gebäude erkennen, das beim flüchtigen hinschauen einer
Sternwarte glich. Aber hier griffen sogleich die für solcherlei Fragen zuständigen
Wanderwarte ein und bedeuteten ihren unwissenden Schäfchen, dass es sich hierbei
um den gläsernen Förderturm eines stillgelegten Bergwerks handelt, in dem Mangan und Dolomit gefördert
wurde und heute als interessantes Schaubergwerk
seine Dienste tut. An einer
in bunter Blumenpracht stehenden Wochendsiedlung vorbei kam man auf der Waldhöhe an, um sich
ab hier sogleich hinunter in die Steckeschläfer Klamm zu "stürzen".
In diesem vom Morgenbach durchzogenen urwaldähnlichem Grund sind viele
in Bäumfüße und einbezogen mit den Verwurzelungen recht gekonnt gestalte
Gesichtsschnitzereien zu bestaunen. Am Ende nach der Brotzeit teilte sich
die Wandergruppe, wobei die einen den etwa nur noch sechs Kilometer langen
Eselsweg durch das Morgenbachtal zum Endziel
Trechtingshausen
nahmen, während die anderen noch einen "Schlenker" über das schweizer
Haus und die an den Hängen des Rheinsl thronenden Burgen Reichen- und Rheinstein
machten. Für diesen etwa drei Kilometer langen Umweg wurden sie aber entschädigt
mit einem herrlichen Blick hinunter ins sonnige Rheintal.
Im Abschlußlokal
mit dem romantischen Namen Rosenhof trafen sich alle Teilnehmer bei Speis und
Trank wieder und waren einig in der Meinung, daß ihnen die Wanderwarte A. Astheimer
und K. Winkelmann einen schönen Wandertag beschert haben. Ihnen sei hierfür
gedankt.