Wanderung auf der Bonifatius Route
am 06. Dezember 2009

Wieder mal wandelten die Büttelborner Naturfreunde bei ihrer Dezember-Wanderung auf geschichtsträchtigen Pfaden.
Wie zu Beginn des Vorjahres hatten die wieder als Wanderführer fungierenden Geschichtskenner des Vereins, Dieter Nau und Herbert Sahlmüller, das Sagen und

Plätzchen-Spenderin (Dose leer)

 hierfür die Bonifatius Route ausgewählt. Vielen  wird  bekannt sein, dass diese Wegbezeichnung aufgrund des  Leichenzugs des  heiligen Bonifatius von Mainz nach Fulda  beruht.  Bonifatius, Benediktinermönch, Bischof und  Missionar,  bekannt auch als Apostel der Deutschen, hatte
 für seinen Tod verfügt, dass er in einem  Leichenzug von seinem Bischofssitz Mainz zu seiner letzten Ruhestätte ins Bistum nach Fulda verbracht wird. Und eben dieser Leichenzug nahm seinen Weg in nordöstlicher Richtung quer durch Hessen.
Entgegen des Wegverlaufs im Vorjahr hatten die beiden oben genannten Strategen die entgegengesetze Richtung gen Süden gewählt, sollte doch der Wanderabschluss -weil es den Naturfreunden damals so gut schmeckte- in der gleichen Gaststätte
wie seinerzeit sein. Also machte sich wieder mal eine über  fünfzig Leute

Hoch%igen-Spender (Flasch leer?)

umfassende Gruppe per Bus in Richtung Oberhessen auf den Weg, um in der Nähe von Gedern ihre zugewiesene Strecke anzugehen. Zu Hause und auf der Hinfahrt war schon zu erkennen und befürchten, dass es mit der Naturfreunde-Sonne an diesem Tag nichts werden dürfte. Schon gleich beim Start mussten denn auch die Wanderer zu Schirmen, Regenumhängen und dergleichen greifen, um sich gegen die  feuchten Segnungen von oben  zu schützen. Einen  Vorgeschmack auf zu

Streithain mit Brücke und Bach

 erwartende  Wegbeschaffenheiten gab es schon  nach  ein paar  hundert  Metern, als man im Wald  über tiefes  und  feuchtes Geläuf  sich den Weg bahnen musste,  hatten  doch schwere  Forstmaschinen hier  unübersehbare  Spuren hinterlassen. So hatten auch  die wenigsten im Wald die linkerhand noch vorhandenen Mauerreste der im 13./14. Jh. erbauten Marcellinuskapelle, auch Stumpe Kirch genannt, bemerkt. Der Legende nach soll hier 754 der Leichenzug gerastet haben. Später kamen die Wanderer am Weiler Streithain vorbei, den man nur über eine kleine uralte Basaltbrücke erreichen könnte, die den in der unmittelbaren Nähe entspringen kleinen Hillersbach überbrückt. Wie allen bekannt, fließen seine Gewässer wenig später in die Nidder, dann über die Nidda in den

Hirzenhain mit Stausee

Main, wobei seine Fluten letztlich über den Rhein in die Nordsee münden und der Hillersbach somit in hohem Maße dazu beiträgt, dass der Atlantik immer genügend Wasser hat. Auf Ebbe und Flut soll dies Ereignis aber keinen Einfluss haben. (kleine gratis Geografie- Nachhilfe) Über Glashütten und Hirzenhain mit seinem am Ortsrand gelegenen kleinen idyllischen Stausee -wo es sich die B-Gruppe im Bus zum Zielort bequem machte- erreichte auch die A-Gruppe nach etwa fünfzehn Kilometern das "Weiße Rössel" in Lißberg.

Lißberg mit Burgturm

Der Wirt erinnerte sich gerne an den vorjährigen Aufenthalt  der "Büttelerner Leit" und bewirtete seine Gäste  wiederum zu aller Zufriedenheit. Nässe und Regen  waren schnell vergessen. Für das Wetter konnte man  die Wanderführer nicht verantwortlich machen.  Hierfür haftet der Vorsitzende persönlich. Dieser  bereute zutiefst und versprach für die nächste Tour  Besserung.
Diese Wanderung findet denn auch am Mittwoch, den 30. Dezember dieses Jahres von Kronberg nach Eschborn im Vordertaunus statt. Bitte rechtzeitig zu den im Programmheft angeführten Zeiten anmelden, denn nur der frühe Vogel frißt bekanntermaßen den Wurm.