Radtour nach Darmstadt zum Besuch der ESOC
                                                       am 09. August 2010

Eine sehr interessante, spannende und lehrreiche Besichtigung hatte seinen Büttelborner Naturfreunden ihr Raketen-, Raumfahrt- und Weltraumexperte Dieter Nau serviert.
Mit dem Rad sollte dem Raumfahrtzentrum der ESOC (Europäisches Operationszentrum für Weltraumforschung) in Darmstadt ein Besuch abgestattet werden.
Wer aber war zur Startzeit um 08.30 Uhr nicht da? Eben dieser Raumfahrtexperte Nau.
Hinter vorgehaltener Hand wurde schon getuschelt, Dieter würde sich zu einem "Astronauten-Casting für Senioren" an einem geheim zu haltenden Ort aufhalten. Er würde aber von dort aus über einen von der ESOC gemanagten Satelliten die Radtour und die Besichtigung bei der ESOC persönlich überwachen. Für den Vorsitzenden Karl Winkelmann kein Problem: Er holte seinen Schrittmesser aus der Hosentasche, stellte die Schrittlänge auf 100 cm (= gleich Frequenz MHz) und schon war eine Verbindung hergestellt. Bedenken waren im Vorfeld aufgekommen wegen eventueller
Verständigungsschwierigkeiten für den Fall, dass sich ein sowjetischer Satellit melden würde. Hier war ja zu befürchten, dass keiner der Teilnehmer der "kyrillischen Sprache" mächtig ist. Aber alle diese Bedenken stellten sich im nachhinein als völlig abwegig und unnötig dar. Alles klappte wunderbar.
Noch eins: Auffallend und höchst verdächtig, dass die beiden oben genannten "Anführer" die Radstrecke der Naturfreunde-Senioren ausgerechnet in unmittelbarer Nähe des Weiterstädter Knasts, des Darmstädter Waldfriedhofs und eines Crematoriums vorbei führen ließen. Zufall oder gewollt ? Man sollte mal in einer der nächsten Vorstandssitzungen darüber nachdenken. Vorschlag: Eine halbe gelbe Karte wäre angebracht!
Damit nun aber genug !!!

Aufgrund dieser Umstände sehr beruhigt, schwangen sich die zwanzig zum Besuch zugelassenen Teilnehmer auf ihre Drahtesel, um unter der Führung des Ersatz-Astronauten Herbert Sahlmüller den Kurztrip in Angriff zu nehmen.
Nach Überqueren der Brücke an der Autobahnraststätte ging die "Wilde Jagd" zunächst entlang der Autobahn hinein in den Wald, bis man nun bald schon das in der Weststadt Darmstadts gelegene Besuchsziel, die ESOC erreichte.
An der Pforte angekommen, war beim Sicherheitsdienst- ähnlich wie etwa im Kreml oder Pentagon- zunächst strenge Gesichts- und Ausweiskontrolle . Mit der Gesichtskontrolle wäre man zur Not gerade noch so durchgekommen. Wie bei Gruppen so üblich, sind immer ein paar dabei, die solch einer Kontrolle nicht standhalten können, weil ein Ausweis abgelaufen ist oder dieser zu Hause sicher im Panzerschrank aufgehoben wird. So auch hier. Strafe muss sein. Kein Zutritt!
Wer aber kann  das nur gewesen sein? Es darf spekuliert werden. ...............  Jawohl, richtig geraten !!!! Aber nicht weitersagen!  
Nach einer kurzen Begrüßung mit einer sich anschließenden Außenführung, bei der auch ein paar Satelliten zu besichtigen waren, wurden die Teilnehmer durch etliche Sicherheitstüren, bei denen man damit rechnen mußte, dass sie einem, wenn man nicht schnell genug war, in die Fersen knallten, in die Heiligen Hallen geführt.
In den Innenräumen, nach einer anschaulichen Filmvorführung, wurden die Teilnehmer durch Flure -mit großer Fenstereinsicht in die Arbeitsräume- geführt.  Durch sicher auch schußsichere Fenster waren oben, in der Mitte und unten nur Computer, nichts als Daten ausspuckende Computer zu sehen. Hin und wieder räkelte sich mal ein Datenexperte mehr oder weniger gelangweilt in seinem Stuhl.
Die Naturfreunde selbst  wurden bei dieser Führung ähnlich der Computer mit allerhand Daten über z.B. Satelliten, Weltraum, Umlaufbahnen, Orbit und Sonne, Mond und Sterne gefüttert, dass manchem, wie z.B. dem Schreiber, der Schädel brummte. Etliche Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, mit geschickt formulierten Fragen oder Antworten ihr Wissen oder Halbwissen unter Beweis zu stellen.
Nach etwa zwei Stunden war Schluß, man bekam die vorher konfiszierten Personalausweise zurück und begab sich erschöpft ins Braustübel, um die vielen gewonnenen neuen Eindrücke und anschließend auch das Mittagessen zu verdauen.
Bei der Heimfahrt, während einer eingelegten Kaffeepause im "Griesheimer Anglerheim", waren alle Teilnehmer einstimmig der Meinung, dass sie einen sehr interessanten und schönen Tag verlebt hatten.
Den beiden Vordenkern oder Vorlenkern dieser Tour, den Weltraumexperten Dieter Nau und Herbert Sahlmüller, ein ehrliches Dankeschön dafür.
Fazit: Im Braustübel wurden keine Gratis-Brezeln gereicht. Deshalb war hier auch die Welt in Ordnung und es herrschte eitel Sonnenschein.


Die Sommerpause ist rum, es darf wieder gewandert werden. Vielleicht liegt ja dann auch schon Schnee !?
Vorstand und Wanderwarte laden deshalb ein zur Wanderung am 05.09.2010 um Baden-Baden.
Bitte rechtzeitig anmelden! (H. Vollhardt, Tel. 06152/ 56739)