Wanderung auf der Bonifatiusroute
am 10. April 2011
 

Alte Bauernregel: "April, April, macht´s Wetter wie er will !

Also wollte jener sich an diesem Sonntag auch mal von seiner besten Seite zeigen und den Naturfreunden ein richtig superfreundliches Frühlingssupersonnenwetter spendieren. Und er hat es geschafft.
Achtundsechzig Wanderbesessene schienen es geahnt zu haben und ließen sich im Vorfeld rechtzeitig einen Sitzplatz im "Doppelstöcker" reservieren, um an diesem "Ereignis" teilnehmen zu können.
Die Stimmung war hervorragend, als sich der Bus zur Reise in die Wetterau in Bewegung setzte, um die Büttelborner Naturfreunde zur Wanderung "Auf der Bonifatiusroute" zu bringen. Kurz nach Abfahrt schon kannte die Begeisterung keine Grenzen, als nach dem "Morgengebet" des Vorsitzenden Karl Winkelmann Wanderführer Dieter Nau seine poetische Neigung "outete" und die Tourbeschreibung in Versform vortrug. Kenner waren später der Meinung, dass sie nach Wilhelm Buschs "Max und Moritz"  oder ".... fromme Helene"  lange nichts Schöneres gehört hätten. Als nach einiger Zeit die Beifallsstürme abgeklungen waren, konnte der Poet in seiner Funktion als 2. Vorsitzender auch noch zwei Neumitglieder begrüßen. Ihnen wurde dieses Glück mit je einer Flasche Piccolo versüßt.
Am Startort Altenstadt angekommen, sollte es nun auf geschichtsträchtigen Pfaden durch Feld und Wald weitergehen. Wie in den beiden Jahren zuvor, hatten die Wanderführer Dieter Nau und Adjutant Herbert Sahlmüller wieder eine neue Etappe auf der sogenannten "Bonifatiusroute" ausgewählt, die über etwa dreizehn Kilometer in großem Halbkreis zum Ziel führen sollte. Die Bezeichnung Bonifatiusroute begründet sich auf die historische Überlieferung, nach der im 9. Jahrhundert auf diesen Wegen der Leichenzug des heiligen Bonifatius, Benediktinermönch, Bischof und  Missionar, bekannt auch als Apostel der Deutschen, von seinem Bischofssitz Mainz zu seiner letzten Ruhestätte ins Bistum Fulda führte.
Im Gegensatz zu den vielen hier noch sichtbaren alten Kelten- und Römerstätten errinnert -zumindest auf dieser Etappe- an dieses Ereignis nur noch das auffällig wirkende Wanderwegzeichen mit dem Bischofsstab.
Da an diesem Tag, wie schon erwähnt, recht sommerliche Temperaturen herrschten, waren die Wanderer doch recht froh, als man nach nunmehr ein paar Kilometer Asphaltwegen in einen lang ersehnten Wald kamen. Aber schon nach einem halben Stündchen war diese kühle Herrlichkeit vorbei und man betrat auf freiem Feld eine Frühlingslandschaft, wie sie herrlicher nicht sein konnte. Strahlender Sonnenschein, ergrünende Büsche und Bäume, beherrscht von einem unendlichen Blütenmeer der hier reichlich vorkommenden Obstplantagen bot sich den Naturfreunden. Was lag also näher, um in solch einem Paradies eine ausgiebige Frühstückspause einzulegen. Dazu gabs dann auch noch ein Geburtstagsschnäpschen des 1. Vorsitzenden Karl Winkelmann. Was will man also mehr. Hinter dem Örtchen Himbach ging es wieder mal durch ein etwas längeres Waldgebiet bis nach Düdelsheim. An den hier liegenden "Weinbergen" gleichen Ortsnamens vorbei, kam man später zu den frühzeitlichen keltischen Ausgrabungsstätten, die heute von einem an der Waldhöhe neu erbauten Keltischen Museums dominiert werden. Leider ist diese Besuchsstätte zur Zeit aus unerfindlichen Gründen für Besucher nicht zugänglich. Bald war dann auch schon Glauberg, der nördlichste Punkt der Wanderung, erreicht. Ab hier hatten die Erschöpften und Geschundenen Gelegenheit, mit dem bereit stehenden Reisebus die letzten drei, vier Kilometer zum Ziel zurück zu legen, während die übrig gebliebenen über einen schönen Wald- und Wiesenweg das Abschlußlokal "Zum Hanjer" in Enzheim erreichten.  Hier - und dazu noch im Biergarten-  gehörte ein "Großes Helles" mit zu den schönsten Augenblicken dieser Wanderung. (Zumindest für den Schreiber dieses Berichts)!
Hallo Dieter und Herbert, ihr habt es gut gemacht! Es war eine tolle Wanderung mit einem tollen Wetter. Das mit dem Wetter hätte der vereinseigene  Wettermacher Karl Winkelmann so nicht hingekriegt.
Am 8. Mai geht es weiter. Harald Mann und Reinhold Petri führen uns zum Laacher See.
Zügig anmelden, denn alle wollen wieder mit!!