Wanderung um Edenkoben in der Pfalz
                                                   am 23. Oktober 2011
                 
Es ist müßig, sich bei den Naturfreunden Büttelborn noch lange mit ihrem  Wanderwetter aufzuhalten: Sonne, Sonne, immer wieder Sonne  (außer 800 Jahre Jubiläumstour unter Dieter Nau !!)) und für die jeweiligen Jahreszeiten außergewöhnlich angenehme Temperaturen. So wird kommen der Tag, an dem die Naturfreunde statt in zünftig roten Kniestrümpfen, Krachledernen, Seppelhüten, Dirndl`n  usw. in Bikini (oder doch besser Badeanzüge?) oder Badehose (XXXL) aufbrechen werden. Die Wanderer können es garnicht genug schätzen, was sie ihrem vereinseigenen "Wetterpetrus" -ja man kann schon fasst "Wettergott" sagen- Karl Winkelmann für`s Wettermachen zu verdanken haben.
Verbunden mit den Ämtern als Wettermacher, Vereinspräsident und Oberwanderführer hat er damit unermeßliche Lasten zu schultern. Da ist es tröstlich zu wissen, dass ihm seine zwei hochqualifizierten Assistenten Heinz Vollhardt und Dieter Nau in tiefer Verbundenheit und Treue tatkräftig zur Seite stehen, um ihm für solcherlei Tun den Rücken frei zu halten. Ist es da nicht verwunderlich, dass man bei ihren untergeordneten Schäfchen bzw. Schafen hinter vorgehaltener Hand schon bewundernd und ehrfürchtig von dem "Dreigestirn" oder dem "Hirn des Vereins" spricht und dies wohl wissend, dass man von einem  "Dreigestirn"  gemeinhin nur im Kölner Karneval spricht. (Ein Schelm, der Böses dabei denkt!)
Aber nun genug der Lobhudelei und zum Ernst der Lage:
Die zwei für die Oktoberwanderung zuständigen Wanderführer Helmut Seidel und Erwin Jockel hatten geladen.
Traditionsgemäß  ging es bei ihrer Wanderung wieder an die Pfälzer Weinstrasse.
Da es aus Urlaubsgründen bei den Anmeldungen im Vorfeld der Wanderung zu ein paar Irritationen gekommen war -wofür sich der Vorstand hiermit bei den Leidtragenden vielmals entschuldigt-, blieb es bei siebenundfünfzig Teilnehmern die sich per Bus auf den Weg machten, um an den Hängen des Pfälzer Weinlandes einen schönen Tag zu verleben. Angeboten war eine etwa zwölf Kilometer lange Strecke, die auf der Bergseite in großem Bogen vom Weinort Edenkoben nach dort wieder zurück führen sollte. Gleich nach dem Start ging es am Ortsrand schon hinein in die Weinberge. Nachdem man bergan wandernd nach einiger Zeit das schmucke Weinörtchen Rhodt durchquert hatte, kam es zu einem ersten Halt, um sich in Ruhe die rundum liegende Landschaft  mal eingehend anzuschauen. An den herbstlich leuchtenden Waldhöhen wurden ein paar Burgen und Schlösser ausgemacht, aber ansonsten, so weit das Auge reicht, nur Rebhänge und -felder zu erkennen waren. Bei solchen Dimensionen fragt man sich, wer letztlich diese Unmengen Wein eigentlich " saufen" soll, wobei ja nicht nur hier in der Pfalz, sondern auf der ganzen Welt Wein angebaut wird. Da lobt man sich eine Bierbrauerei, die vergleichsweise gemessen an der aufwendigen Weinherstellung, übertrieben gesagt, im stillen Kämmerlein vonstatten geht. Na, sei`s drum, von irgend was muss der Mensch ja leben. Später, von imaginären Weingerüchen wie "leicht nussig, edel, ein wenig nach Orange oder Veilchen, vollmundig, pfeffrig, minzig, leicht nach Leder, Kaffee, Butter, Trüffel oder Lakritz (man merkt, der Schreiber ist ein Weinkenner "par excellence" ) schon fast völlig berauscht, erreichte man die Ludwigshöhe. Hier auf der Terrasse des von König Ludwig I. für seine Königskumpane als Sommerresidenz erbauten Schlosses war erst mal ausgiebig Rast, um einen Blick hinüber in die neblige Rheinebene schweifen zu lassen. An der Sportschule des Südwestdeutschen Fussballverbandes, wo schon viele ruhmreiche Fußballgrößen vergangener Zeiten, wie z.B. Fritz Walter oder Boß Rahn, den " tödlichen Pass" oder ähnliches geübt haben, ging es durch Maronenwälder weiter dem Ziel entgegen. Leider ist es mit deren Früchten in diesem Jahr nicht weit her, sind sie doch so klein ausgefallen, dass man sie ohne Lupe kaum erkennen kann. Selbst eine Ente, die ja bekanntlich mit Maronen gefüllt einen feinen Braten hergibt, wurde hier von niemand gesichtet. Nach einem Zwischenstopp an einem Weinstand holte man sich mit einem oder zwei Gläsern "Neuem" schon mal die richtige Stimmung für das Wanderabschlussessen im Weingut Edel-Brauch in Edenkoben.  Nachdem es sich bei den Wanderern herumgesprochen hatte, dass man dort von zwei Königlichen Hoheiten in Person der als Köchin wirkenden Hausfrau "Edenkobener Weinkönigin" vergangener Jahre und ihrer als freundliche Bedienung fungierender Tochter, Weinprinzessin "Laura die I.", betreut würde, freute man sich schon riesig auf darob zu erwartende edle Speisen und Getränke. Hierbei dachte man an standesgemäße Speisen wie z.B. Prinzen Rolle, Prinz.....regenten Torte, Königin Pastete oder aber auch König......sberger Klopse. Auf der Karte aber standen u. a. Saumagen, Sauerkraut, Himmel und Hölle, "Wasser mit und ohne" aber auch wohlschmeckende Hausweine mit Buketts wie oben schon mal erwähnt. Gesättigt verließ man die noble Stätte und begab sich wieder in niedrigere Gefilde, indem die Gesellschaft den ganz normalen Bus bestieg und kurz vor Büttelborn von den königlichen Träumen erwachte. Erwin (Kenner edler Tropfen) und Helmut (ganz normaler Biertrinker), Ihr habt den Naturfreunden abermals einen Wandertag der besonderen Art geboten. Dafür danken Euch die Biddelberner, Worfeller, Geerer, Klaa-Geerer, Lehemer, Erfeller und Goller Leit. Ist ein Vorort vergessen worden? Halt, da gibts seit kurzem noch den Horst aus Wolfskeehle. Na, ist das nicht doch mal eine globale Gesellschaft!! Oder??
Oh Gott, die Griesemer, die Griesemer hab ich vergesse: da gäbs ja den Karl goarnit!!!!
                                                           * * *
Vorabhinweise auf kommende Wanderungen oder Anmeldungen gibts hier aus "strategischen" Gründen nimmer. img2.gif