Radtour zum Römischen Theater in Mainz
                                                         am 29.Juli 2011
                   
 Im Programmheft 2011 war für diesen Sommertag Kultur angesagt.
Also fanden sich auch etwa dreißig kulturbeflissene Büttelborner Naturfreunde am Sammelplatz ein, um per Rad eine Fahrt ins wahrhaft kultur- und geschichtsträchtige Mainz anzutreten, um dem dortigen Römischen Theater einen Besuch abzustatten.
Entgegen der angekündigten Startzeit 08 Uhr, kam man erst um 08.02 Uhr in die Pedalen (über solch Schlendrian  wird in Vorstandskreisen noch zu reden sein), um die Fahrt Richtung Rhein aufzunehmen. Nach Durchquerung der Vororte Groß-Gerau und Trebur erreichte man bei nunmehr schönstem Sonnenwetter bei Ginsheim den Altrhein. Vorbei an den herrlichen Altrheinauen konnte die Gruppe etwas später an der Mainspitz den Rhein überqueren, um dann nach ein paar Schlenkern das Römische Theater am gleichnamigen Bahnhof (früher Mainz-Süd) zu erreichen.
Nach dieser, unter Anführung des altfränkischen Spitzenreiters Herbert Sahlmüller fluchtähnlichen "Wilden Jagd" (wobei Veranstalter und Rennleiter Dieter Nau dem Treiben tatenlos zusah), hatte man nun über eine halbe Stunde Zeit, um auf den Beginn der Besichtigung zu warten.
Den Einleitungsworten des für die Führung zuständigen Archäologen zufolge, hatten die Teilnehmer eine hochinteressante Lehrstunde über die langjährige Römerzeit und des vorherrschenden kulturellen Standarts zu erwarten.  Vor der eigentlichen Besichtigung gab es anhand von simulierten Darstellungen auf Schautafeln zunächst einen Überblick über die seinerzeitige Urform des Theaters. Mit diesem visuellen  Hintergrund konnten sich die Teilnehmer beim Gang durch die verbliebenen Relikte sehr anschaulich in die damalige Zeit und die Nutzung dieser einmaligen Kulturstätte hineinversetzen. Nach diesem "Gang" durch die Römerzeit war auch zu erfahren, dass Epochen später -im 16. Jahrhundert- die noch verhandenen Fundamente und anderes Gemäuer als Grundlage zum Bau einer Festung der Stadt Mainz genutzt wurden. Da im Zuge der Freilegung des Theaters auch deren Fragmente entdeckt wurden, hatten die Naturfreunde hier noch die Möglichkeit, in den "Untergrund zu gehen" und sich in den mächtigen, noch gut erhaltenen Mauergängen umzuschauen. Ein Vergnügen muss es nicht gewesen sein, hier unten bei tristem Fackelschein auf einen germanischen Feind zu warten. Aber hier dürften sich während eines Feindansturms sicherlich nur der damalige Adel, die Stadtoberen und der Clerus der Bischofsstadt mit seinen Ministranten aufgehalten haben.
Sei`s drum: Auf jeden Fall war es für die Büttelborner Naturfreunde wieder ein dolles Erlebnis verbunden mit einer schönen Radtour.
Ach ja, auf dem Heimweg gings nochmals zur Altrheininsel Langenau, um die Trockenheit in der Kehle zu lindern.
Die Teilnehmer danken dem Büttelborner Bub Dieter Nau, 2. Vorsitzender der Naturfreunde, Nordic-Walking Rundendreher, Laien-Fliesenleger, Kulturring- Anführer, Kerbetanz-Kassierer, 800 Jahrfeier Organisierer, Polizeidiener beim Faschingsumzug, Lese-Opa in der Pestalozzi-Schule, usw. usw. (s. Porträt S. 1) für die Gestaltung dieses Tages. Dieter, hast es gut gemacht, darfst wieder mal ran.
Auch seinem Tempomacher Herbert Sahlmüller für das "Radrennen" gilt das gleiche.   Weil aber alle noch am Leben sind, gibt es für ihn auch nur 2 Punkte Abzug.
Weiter gehts am 21. August zur Wanderung anl. 800 Jahre Büttelborn.