Wanderung im Haslochgrund/Spessart
                   
am 09. November 2003

Nochmals ein wunderschöner sonniger Herbsttag, ......aber doch nicht mehr ganz so farbenfroh.
Aber alle wollten nochmals hinaus in die Natur.
Fünfzig (minus eins) Wanderfreunde entstiegen in Rohrbrunn dem Bus, um sich auf den Weg gen Süden durch das idyllische Haslochtal  zu machen. Dieser Landstrich ist auch als  Mühlengrund bekannt, da es
von der Quelle des Haselbachs bis zur Mündung in den Main bei Hasloch acht Mühlen gibt, die aber heute überwiegend als Gasthäuser und Pensionen dem Tourismus dienen.
Die Wanderführer hatten leicht zu begehende Wege ausgesucht, sodaß die Gruppe die morgendliche Stille im sonnendurchfluteten  Wald so richtig  genießen konnte.
Zunächst ging es vorbei am Naturschutzgebiet Rohrberg, dem ältesten Eichenbestand Deutschlands mit Traubeneichen von bis zu einem Meter Stammdurchmesser. Es ist bekannt, daß für einen Qualitätsstamm dieser Riesen schon mal 50.000 DM gezahlt wurden. Schon im Mittelalter nutzten Engländer und Spanier dieses Holz zum Bau ihrer Schiffsflotten.
Nach einer Rast an einem hübschen kleinen Weiher konnte man dann schon die gigantischen Ausmaße der Haselbachbrücke erkennen, die es zu unterqueren galt. Diese Autobahnbrücke der A3 zählt mit ungefähr 800 m Länge zu den größten Bauwerken ihrer Art in Deutschland.
Wenig später trafen die Wanderer hier im tiefen Spessart auf die ersten Lebewesen in Gestalt einer Herde Schottischer Hochlandrinder, die sich friedlich am Bachgrund die letzte Sonnenbräune holte. Vielleicht waren es -auf Grund der geolgischen Beschaffenheit der Gegend- aber auch "Tieflandrinder".
Ansonsten ging es immer gemütlich in der Herbstsonne den Bach entlang bis zur ersten auftauchenden Mühle, der Zwickelsmühle. Da hier schon abzusehen war, daß die Gruppe auf direktem Weg die Ankunftszeit im Abschlußlokal stark unterschreiten würde, wurde nochmals ein Schlenker über die in einem Nebental romantisch gelegene Schleifmühle eingelegt. Später, in dem sich erweiternden Haslochgrund, errreichten die Wanderer vorbei an der Schreckenmühle dann die Nickelsmühle, um hier das Ende der Wanderung bei guter Hausmannskost abzuschließen.
Zur Vervollständigung sei noch erwähnt, daß auch noch die Schneidmühle passiert wurde, dies aber schon im Bus auf dem Weg nach Hause. Aller guten Dinge waren fünf, die restlichen drei wurden anderen Wanderern überlassen.
Ein schöner Wandertag nahm sein Ende.
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