Herbstwanderwoche in Kranjska Gora in den
slowenischen Karawanken
vom 28.09. bis 05.10.2003
Die diesjährige Herbstwanderwoche der
Naturfreunde Büttelborn führte nach Kranjska Gora in NW-Slowenien, einem kleinen
Wintersportort zwischen Karawanken und Julischen Alpen gelegen.
Auf dem Programm standen -im Gegensatz zu den Vorjahren- nicht nur Wanderungen,
sondern auch Besichtigungen und Besuche der verschiedensten Art. 
Die Wanderungen führten in Begleitung des einheimischen
Bergführers Johann in den Triglav-Vogel-Nationalpark.
Am ersten Tag ging es vorbei an einem imposanten Wasserfall bis an
den Fuß des Triglav, des mit 2864 m höchsten Berges Sloweniens und auch des
früheren Jugoslawiens. Die "Erstürmung" des Gipfels war wegen schlechter
Wetterbedingungen leider nicht möglich.
Auf ihren Wegen kamen die Wanderer u.a. an der Quelle der Sava (Save)
vorbei, dem längsten Fluss Sloweniens. Wer es nicht noch von der Schule her
wußte, erfuhr hier, daß die Sava bei Belgrad in die Donau mündet und
letztendlich im Schwarzen Meer landet. An der Skiflugschanze in Planitza bekam
man einen optischen Eindruck, wie es denn so sein könnte, wenn man mit Skiern
über 230 m weit fliegt.
Eine Wanderung über den Höhen des Bohinjska-Sees stand unter einem etwas
ungünstigen Stern, da die Seilbahn wegen Stromausfalls erst gegen Mittag
einsatzfähig war. Eine Gruppe bewältigte die 1000 m Höhe zur Bergstation zu Fuß,
während der Rest später per Bahn nachkam. Da hier oben dann auch noch schlechtes
Wetter aufkam, reichte es nur zu einer Brotzeit in der Hütte. 
Auf den Fahrten zu und während der Wanderungen bekam man trotz allem
einen bleibenden Eindruck von den wunderschönen slowenischen Berglandschaften.
Bei den in wechselnder Folge stattfindenden
Besichtigungsfahrten wurden die Naturfreunde von der freundlichen und sehr
sachkundigen Anna begleitet.
So führte sie die Reisegruppe zunächst nach Bled mit dem wunderschönen
gleichnamigen See.
Beim Spaziergang in den Seeanlagen genoß man bei herrlichem Herbstwetter den
Blick auf den See mit Insel und die prächtige Burg auf den Anhöhen. Später
bei der Burgbesichtigung war es umgekehrt genau so schön.
Weiter ging es mit dem Bus zur Hauptstadt Ljubljana.
Nach einer Stadtrundfahrt und der Burgbesichtigung mit Weitsicht auf die
Hauptstadt und deren Umgebung führte Anna die Gruppe in die Altstadt mit
ihren schönen Jugendstilbauten. An der Sava erklärte sie die
Entstehungsgeschichten der verschiedenen Fußgängerbrücken, wobei
unverkennbar ein Hauch Venedig aufkam. Anhand von geschmackvoll
restaurierten Bauten wies sie auf den Aufschwung nach der "Jugoslawien-Zeit"
hin.
An einem anderen Tag stand eine Fahrt in das Soccatal auf dem Programm.

Hier ging es zunächst über eine dem 1. Weltkrieg von russischen
Kriegsgefangenen erbauten kehrenreichen Straße hinauf zum 1611 m hohen Vrsic-Paß.
Unterwegs war eine ebenfalls von den Russen erbaute "Russische Kapelle" zu
besichtigen.
Hier lief den Büttelborner Naturfreunden -wie schon des öfteren- wieder mal eine
bekannte Persönlichkeit der Region über den Weg. Sie befand sich in seinen
Rentnerjahren auf Schusters Rappen auf Erinnerungstour in seinem früheren
Hoheitsgebiet. Wie auf dem nebenstehend anzuklickenden Bild
zu ersehen ist, drangen die Damen gleich zum
Gruppenbild, während die Männer sich verhalten zurückhielten. Zu beachten
ist immer noch der martialische Kopfschmuck des Herrn aus längst vergangenen
Zeiten.
Weiter gings hinab durch herbstliche Mischwälder nach Kobarit.
In dem dortigen Museum wurden anhand vieler Exponate, Bilder und Schriften an
die dort im Isonzotal stattgefundenen Schlachten des 1. und 2. Weltkriegs
erinnert. Anhand des hier erkennbaren Leids und Elends kann man sich nur
wünschen, daß so etwas nie wieder passieren möge.
Auf dem Plan stand anschließend noch ein Besuch des Franja-Krankenhauses.
Hierbei handelt es sich um ein in einer fast unzugänglichen Schlucht erbautes
Barackenkrankenhaus, in dem unter der Leitung der Ärztin Franja
jugoslawische Partisanen behandelt wurden.
Auf der Rückfahrt war Einkehr im Gasthof bei Slavko Aussenik. Bei Speis und
Trank spielten hier die "Jungen Oberkrainer" auf.
Ein weiterer Höhepunkt dieser Herbstreise war die Besichtigung der weltbekannten
Postojnaer Grotten, einer Ansammlung von Stalaktiten und -miten von
überwältigender Schönheit.
Nach dem Mittagessen gings weiter nach Lipica zum gleichnamigen Gestüt der in
der ganzen Welt bekannten Lipizzaner-Pferde, wobei hier an einer eindrucksvollen
Dressurschau teilgenommen wurde.
Auf der Heimfahrt verließ uns dann in der Nähe von Bled unsere Reiseleiterin.
"Danke, Anna! Du hast Deine Sache sehr gut gemacht und uns Dein schönes
Heimatland in anschaulicher Weise näher gebracht."
In der wenigen programmlosen Zeit sah man sich den Ort und
die herrliche Umgebung an oder vergnügte sich in den Badeanlagen des schönen
Hotels Lek, dem Domizil der Wanderwoche.
Auch das obligatorische Skat- (Männer + 1 Frau) und Uno-Turnier (Frauen) fand
statt.
Sieger waren diesmal Erich Wesp und Elfriede Traiser.
Resümee der Wanderwoche: Eine schöne Reise in einem schönen Land.
Bilder:


Wasserfall

Planitza

Sava-Quelle

Schloßherr (huldvoll)

Kirchenschätze

Bleder See

Eiserne Ration..........

an der Sava in Ljubljana

Anna und Statisten

Triglav-Gebirge vom Hotel aus

Russische Kapelle

wieviel Schafe sind hier zu sehen ......?

wo sind die Marmor-Forellen?

Fototermin........

Partisanen-Krankenhaus

vor den Grotten

in den Grotten

Lipizzaner

Kranjska Gora

So sehen Sieger aus........

....................und so!