Wanderung im Frankfurter Stadtwald
am 28. Dezember 2003

Die Büttelborner Barometer und die Wettervorhersagen versprachen für die letzte Wanderung des Jahres nichts Gutes.
Trotzdem waren vierzig Naturfreunde bereit, auch bei jedem Wetter die Abschlußwanderung "zwischen den Jahren" in Angriff zu nehmen. Der rührige Wanderwart Helmut Bopp hatte dafür einen Kurs im Stadtwald Frankfurt ausgesucht.

Kaum im Bus sitzend kam auch schon der angekündigte Regen, obwohl "Präsident" Karl Winkelmann kurz vorher bei seiner Begrüßung unkte, daß bei den Büttelborner Naturfreunden immer die Sonne scheint, so oder so.
Also machte man sich am Ausgangspunkt der Wanderung am Bahnhof Buchschlag-Sprendlingen mit "Schirm, Charm und Melone" auf den Weg. Zunächst ging es am Ortsrand von Buchschlag entlang des Hengsbachs in Richtung Sprendlingen. Kaum waren die ersten hundert Meter geschafft, und ojeh ......... hörte es schon wieder auf mit der Regenherrlichkeit, wobei im Verlauf der Wanderung später sogar die Wolken aufrissen und sich hie und da auch die Sonne zeigte. Also hatte unser Wetterphilosoph Karl am Ende der Kolonne gut feixen ob seiner Prognose, mag sie auch noch so allgemein bzw. viel- oder nichtssagend gewesen sein. Guten Mutes und erleichtert der Regenutensilien erreichte die Gruppe hinter Sprendlingen den Frankfurter Stadtwald, dem größten deutschen Kommunalwald. Die Anflugbahn des Rhein-Main Flughafens in  gebückter Haltung unterquerend, weil man nicht in den Sog der nur noch in Baumhöhe "dahinfallenden" Reisejets geraten wollte, kam  man später hinter Neu Isenburg in etwas ruhigeres Fahrwasser.
An der Fasanerie, einem Informationszentrum der Frankfurter Forstbehörden, wurde zur Mittagspause geblasen.  Angesichts der Jahreszeit waren hier beim Verzehr der Wanderverpflegung  starke Rum-Gerüche auszumachen, die einen leichten Teehauch bei weitem überdeckten.  Gut gestärkt wurde zum Aufbruch in die zweite Wanderetappe, die uns nach F-Sachsenhausen führen sollte, geblasen. Immer im Wald wandernd erreichte man später nach einer Umrundung des vorgelagerten Jakobiweihers das Frankfurter Naherholungsgebiet Oberschweinstiege. Hier sei zu erwähnen, daß die heutigen Restaurationsgebäude bis vor etwa hundert Jahren zur Spätsommer- und Herbstzeit als Unterstand von Schweine- (daher die Namensgebung) und Rinderherden herhalten mußten, die sich hier im Wald an Aeckern und Eicheln und anderem Grünzeug gütlich taten. Der vom Königsbach, einem Nebenflüßchen des Mains, durchflossene Jakobiweiher erhielt seinen Namen von einem Oberforstmeiser Jakobi, der sich in diesem Gebiet verdient gemacht hatte bei Erschließung, Renaturierung und Erhaltung dieses schönen Fleckchens Erde.
Noch ein wenig Wald, dann vorbei an den ersten Schrebergärten Sachsenhausens, erreichten die Wanderer pünktlich das Abschlußlokal "Buchscheer". In dieser alten traditionsreichen Äppelweinwirtschaft wurde dann  bei Äppelwein, Rippchen mit Kraut, Handkäs mit Musik und anderen Deftigkeiten kräftig zugelangt. Sogar zwei Riesenhaspel sah man über den Tisch gehen, wobei in einem Fall bekannt ist, daß die Augen wesentlich größer waren als der Hunger. Aber das passiert hin und wieder schon mal.
Den Wanderführern Helmut Bopp, Hans Best und Karl Winkelmann sei gedankt für die Führung dieser letzten Wanderung des Jahres.
Rückblick: Ein sehr schönes und erfolgreiches Wanderjahr 2003 ging hier zu Ende. 
Der Vorstand der Naturfreunde Büttelborn  hofft in der Zukunft weiterhin auf rege Beteiligung bei deren Unternehmungen und wünscht allen Mitgliedern und Freunden "Ein frohes und gesundes Neues Jahr".