Naturfreunde Büttelborn
Limburg - es war uns ein Vergnügen
Mittwochmorgen, das Wetter passte, die Stimmung war bestens – also auf zur Vergnügungsfahrt der Naturfreunde 2026 nach Limburg. Die Stadt liegt malerisch zwischen Taunus und Westerwald an beiden Ufern der Lahn. Nach unserer Ankunft wurden wir bereits von zwei Stadtführerinnen zu einer „sagenhaften“ Stadtführung erwartet. In zwei Gruppen folgten wir unseren in mittelalterliche Gewänder gekleideten Tourguides und lauschten ihren interessanten, informativen und auch humorvollen Erzählungen.Unsere Führung begann am Katzenturm aus dem 14. Jahrhundert, der einst Teil der Stadtmauer war. Von dort führte uns der Weg entlang der Lahn. Wir erfuhren Wissenswertes über die Alte Lahnbrücke und den Brückenturm, bevor wir in die verwinkelte Altstadt mit ihren zahlreichen Fachwerkhäusern und engen Gassen eintauchten. Die kleinen Gässchen erinnerten den einen oder anderen sogar an die Winkelgasse aus den Harry-Potter-Geschichten.Spannend war auch die Geschichte der Fachwerkhäuser. Viele von ihnen waren über lange Zeit verputzt und wurden erst nach und nach aufwendig restauriert und in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt.Ein besonderer Blickfang war das Haus der sieben Todsünden in der Brückengasse 9. Die in die Balkenköpfe geschnitzten Fratzen symbolisieren Hochmut, Geiz, Neid, Unkeuschheit, Unmäßigkeit, Zorn und Trägheit.Weiter ging es zum ehemaligen Stadthof des Zisterzienserklosters Eberbach im Rheingau, dem Gotischen Haus in der Römerstraße 2–4–6. Dort hatten wir die Gelegenheit, den historischen Gewölbekeller zu besichtigen.Auch das Werner-Senger-Haus durfte auf unserem Rundgang nicht fehlen. Es zählt zu den ältesten Häusern der Limburger Altstadt. Ganz in seiner Nähe wurde im Jahr 1802 der berühmte Räuber Johannes Bückler, besser bekannt als „Schinderhannes“, verhaftet und in das Haus gebracht, da sich dort zu dieser Zeit eine Rekrutierungsstätte der Kaiserlichen Armee befand.Unser Weg führte uns weiter durch die Altstadt vorbei an liebevoll und detailreich sanierten Fachwerkhäusern, über die man noch viele Geschichten hätte erzählen können. Doch leider verging die Zeit viel zu schnell, und unsere Führung endete am imposanten Limburger Dom mit seinen sieben Türmen.Zum gemütlichen Mittagessen kehrten wir anschließend gemeinsam im Gasthaus Burgkeller ein, wo bereits für unsere Gruppe reserviert war. Nach der Stärkung blieb noch genügend Zeit, die Altstadt auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir uns zum nächsten Höhepunkt des Tages aufmachten.Am Schiffsanleger der Lahntalschifffahrt Vomfell gingen wir an Bord. Bei Kaffee und Kuchen ließen wir die Seele baumeln, genossen die Sonne auf dem Deck, beobachteten den Schleusenvorgang und bewunderten den Limburger Dom sowie das Schloss Oranienstein aus einer ganz neuen Perspektive.
Doch auch der schönste Ausflug geht einmal zu Ende.
Es war ein erlebnisreicher und interessanter Tag, der von Helma und Barbara hervorragend geplant und bestens organisiert wurde. Der Zeitplan wurde perfekt eingehalten – und sogar ein abschließender Besuch in der Eismanufaktur am Busparkplatz war noch möglich.
Limburg – es war uns wirklich ein Vergnügen.